| SchuleWirtschaftSaarland Bertram Thiel - Weiterbildungskonzept |
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Bertram
Thiel Weiterbildungskonzept Vermittlung
von Lernstandards in
Darstellung
einer Basiskonzeption Sekundarstufen
I und II
www.unterrichtskommunikation.de www.unterrichtskommunikation-saarland.de www.arbeitsmethodik-im-unterricht.de
Weiterbildungskonzept Vermittlung
von Lernstandards in
Ein schülerzentrierter
Unterricht lebt von kommunikativen Handlungskompetenzen wie Ebenso sind Unterrichtsprojekte aus einem zeitgemäßen Unterricht nicht mehr wegzudenken und setzen entsprechende Kommunikationskompetenzen von Lehrenden und Lernenden voraus. Insbesondere im berufsbildenden Schulbereich wird zurzeit daran gearbeitet, die mündliche Kommunikation im Deutsch- und Fachunterricht mehr in den Vordergrund zu rücken, um so die berufspraktischen Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten der Schüler/innen zu fördern. In den sogenannten "Abiturienten-Modellen" der Berufsschulen ist „Kommunikation“ sogar ein eigenständiges (Teil-)Unterrichtsfach geworden. Im Unterricht spielt echte Kommunikation eine bedeutende und vorbildhafte Rolle. Das Verhältnis von Lehrer(inne)n zu ihren Schüler(inne)n, aber auch der kommunikative Umgang der Schüler(inne)n untereinander bestimmen sowohl das Lernklima als auch die unbewusste Aufnahme von gesellschaftlichen Spielregeln. Die zu Grunde liegende Meta-Botschaft des Unterrichts lautet: Wie gehen wir (kommunikativ) wirklich miteinander um? Im Folgenden soll es darum gehen, ein zusammenhängendes Kommunikationskonzept vorzustellen, durch das Lehrerinnen und Lehrer grundlegende Kompetenzen zur Vermittlung von Lernstandards in Mündlicher Kommunikation erwerben können. Innerhalb
einer solchen Gesamtkonzeption, welche hier einer Methodik und Didaktik
der Unterrichtskommunikation gleichkommt, sollten folgende Bereiche (auch
Module genannt) thematisiert und eingeübt werden:
Diese Aufzählung beinhaltet keine Chronologie der Behandlung. Vielmehr bedingen sich die einzelnen Komponenten einander. Die Summe der Einzelbausteine wird letztlich ein Wirkungsbild erschließen lassen, welches durch die Auflistung der einzelnen Module nicht ohne weiteres erkennbar ist. Durch die Bezogenheit der einzelnen Lerneinheiten untereinander wird ein synergetisches Lernen in Gang gesetzt. Die einzelnen Module unterstützen und stärken sich gegenseitig, so dass sie zu einem Repertoire von Handlungsmöglichen werden, welches den Unterricht an den verschiedensten Stellen bereichern kann. Auf diese Weise moderieren die Lehrkräfte einen schülerzentrierten Unterricht und sind nicht mehr in einer unentwegten Bringschuld für Unterrichtsinhalte, welche sich die Schüler/innen selbst aneignen und auch einander erfolgreich vermitteln könnten. Das nachfolgende Schema soll diese Interdependenzen der einzelnen Module verdeutlichen:
Gerade in Fächern wie Kommunikation, Arbeitsmethodik, Deutsch, Sozialkunde, Religion, Ethik sowie innerhalb von Projektarbeiten im Fachkundeunterricht wird man immer wieder feststellen können, dass die kommunikative Handlungsfähigkeit des/der Lehrenden in bemerkenswerter Weise das Entwicklungspotenzial der Klasse bestimmt. Lehrende mit ausgebildeten kommunikativen Fähigkeiten sind auch in der Lage, Kommunikationsprozesse im Unterricht bewusster wahrzunehmen. Dieses Bewusstsein mag bei vordergründiger Betrachtung nicht sehr auffällig sein, letztlich ist es jedoch entscheidend, wenn es darum geht, ein Vorbild dessen zu sein, was man unterrichtet. Hierdurch ist es leichter möglich, verdeckte Metabotschaften im Unterrichtsgeschehen zu erkennen und ggf. positiv umzugestalten. So ist es zum Beispiel nicht möglich, Schülern den Wert einer klaren, einfühlsamen und verständnisvollen Kommunikation nahe zu bringen, wenn dies nicht wirklich von den Lehrenden gewollt, verinnerlicht und gelebt werden kann.
Für die Klassenstufen 8 bis 10 der allgemein bildenden Schulen sollte dieses Konzept um zwei weitere Module in den Bereichen Ästhetische Kommunikation (Textsprechen) und Allgemeine Sprechbildung (einschließlich Standardaussprache) erweitert werden. Im berufsbildenden Bereich (ab Klassenstufe 10) kommt es – abgesehen von Wirtschaftsgymnasien - erfahrungsgemäß zu einer Vermischung von unterschiedlichen Bildungshorizonten: In Berufsschulen werden in der Regel Hauptschüler/innen und Gymnasiast(inn)en in derselben Klasse unterrichtet. Hier ist es erforderlich, dass ausgebildete Lehrkräfte das jeweilige Kommunikationsniveau der einzelnen Klassen ausloten und dann die entsprechenden Lernstandards vermitteln bzw. vertiefen, um so das kommunikative Leistungsspektrum der Klasse(n) zu optimieren. Auf diese Weise können im Unterricht auch soziale Lernziele wie Team- und Konfliktfähigkeit, Gesprächs- und Dialogfähigkeit sowie Gestaltungskompetenz erreicht werden. |
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An welche Lehrer/innen richtet sich nun dieses Weiterbildungskonzept? |
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An alle, die• Lernstandards in Mündlicher Kommunikation systematisch im Unterricht schulen wollen, • traditionelle Unterrichtsformen mit schülerzentriertem Arbeiten ergänzen wollen, • das Fach Arbeitstechnik im Unterricht effektiver und nachhaltiger vermitteln wollen, • ein vorhandenes Mediationskonzept (Gordon, Rosenfeld,
Klasen-Braune u. a.) durch • Schüler- und Elterngespräche gezielter und konfliktfreier führen wollen, • Kommunikationsfähigkeit ihrer Schüler/innen als gelebten Unterrichtsbeitrag sehen wollen, • Freude daran haben, in einem zusammenhängenden Konzept erprobte Werkzeuge im Bereich Unterrichtskommunikation kennen zu lernen oder zu vertiefen. |
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| "Ziel
des Lehrens ist es, Menschen zum Erblühen zu bringen." (aus China) |
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